
Die Fotos zeigen den ältesten Teil des südlich der Altstadt von Culm gelegenen Krankenhauses an der ul. Piotra Skargi. Im vergangenen Jahr hat das Gebäude, das bereits in der Zwischenkriegszeit und vor allem in der Nachkriegszeit erheblich erweitert worden ist, eine Wärmedämmung erhalten, wobei gleichzeitig die Fassaden renoviert worden sind.
Das erste Gebäude des Culmer Kreiskrankenhauses wurde vom Architekten Wilhelm Winkler aus Berlin-Charlottenburg entworfen und am 4. November 1914, also kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, als Kaiser-Wilhelm-Krankenhaus in Betrieb genommen. Damals besaß es eine chirurgische Station (mit zwei OP-Sälen) und eine Station für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, ein Röntgengerät und Labors. Insgesamt waren 85 Betten vorhanden. Um das Krankenhaus herum wurde ein großzügig bemessener Park mit Obstgarten angelegt. Patienten mit ansteckenden Krankheiten konnten in einem gesonderten Gebäude behandelt werden, das westlich des Hauptgebäudes liegt.

Wie viele kleinere Kliniken in Polen leidet auch das heute noch vor allem von Patienten aus dem Landkreis in Anspruch genommene Krankenhaus in Culm unter der weiter andauernden Krise des polnischen Gesundheitswesens. Dennoch scheint es, dass es die schwierigste Zeit überstanden hat. So gelingt es, trotz finanzieller Probleme nach und nach weitere Bereiche der Einrichtung zu modernisieren und vor allem, die medizinische Grundversorgung sowie über die zum Krankenhaus gehörende Rettungsstation die notärztliche Versorgung des Kreisgebiets sicherzustellen.

Nordseite des alten Hauptgebäudes - östlicher Teil. Aufnahme von der Kinderstation im obersten Stock des Anbaus aus der Nachkriegszeit.

Nordseite des alten Hauptgebäudes - westlicher Teil.

Blick auf den Anbau aus der Nachkriegszeit, der östlich des ursprünglichen Hauptgebäudes des Krankenhauses entstanden ist.
- Parki i ogrody szpitalnie in: Anna Soborska-Zielińska, Parki i ogrody Chełmna, Chełmno 1999, S. 26
- Chełmno na starej pocztówce / auf alten Postkarten, Chełmno 2000, S. 161 ff
Quellen:



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