Als das Gebiet innerhalb der Stadtmauern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu klein wurde, entwickelte sich Culm insbesondere in östlicher Richtung jenseits des Graudenzer Tores entlang der Bahnhofsstraße (ul. Dworcowa) weiter. Hier entstanden unter anderem das Kreishaus, in der sich heute die Stadtverwaltung befindet, Banken, die Privatklinik von Dr. Rydygier, Mehrfamilienhäuser am damaligen Hohenzollernplatz, der Sitz der Königlichen Kreis- und Wasserbauinspektion und viele gründerzeitliche Wohnhäuser, die sich bis zum nach 1883 geschaffenen Bahnhofsgelände hinziehen, in dessen Nähe auch die Eisengießerei Peters entstand, der um die Jahrhundertwende größte Industriebetrieb der Stadt.

In der obigen Karte markiert wurden die Standorte folgender Sehenswürdigkeiten:
1 - Graudenzer Tor
2 - Gnadenkapelle
3 - Ludwik-Rydygier-Denkmal
4 - Grab des unbekannten Soldaten
5 - Stadtverwaltung
6 - ehem. Klinik Rydygiers
7 - Atelier Piotrowicz
8 - Denkmal für NS-Opfer
9 - Bahnhof
10 - ehem. Garnisonslazarett
11 - Gedenkstein ehem. evangelischer Friedhof
12 - Neue Promenade
13 - Solidaritäts-Denkmal
14 - Gedenkstein ehem. jüdischer Friedhof