Das vermauerte Thor

In den Mauern der Stadt Culm, auf der Seite nach Thorn, erblickt man noch deutlich an einer Stelle die Spuren eines vermauerten Thors. Einst, so berichtet die Sage, hatten sich ein Mönch und eine Nonne aus dem benachbarten Benediktinerinnenkloster liebgewonnen; nach mancherlei vergeblichen Bemühungen glückte es ihnen endlich, zu entfliehen; durch jenes Thor nahmen sie ihren Weg. Da ward es zum Gedächtnisse dieser Begebenheit vermauert.

Diese Sage wurde der Sammlung Die Volkssagen Ostpreußens, Litthauens und Westpreußens, herausgegeben von W.J.A. von Tettau und J.D.H. Temme, Berlin 1837, entnommen.

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