Der berühmte Regisseur Andrzej Wajda hat in seinem jüngsten Film Katyń ein Ereignis und seine Nachwirkungen verarbeitet, das sich tief ins Bewusstsein der polnischen Gesellschaft eingebrannt hat.
Mit einem geheimen Zusatzprotokoll zum später als Hitler-Stalin-Pakt bezeichneten Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 hatten das Dritte Reich und die Sowjetunion ihre Interessensphären in Polen abgesteckt. Nach dem Überfall […]
Das auf den ersten Blick unscheinbare Eckhaus am nördlichen Ende der Ostseite des Markts (Ecke ul. Rycerska) entstand im 13. Jahrhundert, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und schließlich 1570 von Melchior Cywiński grundlegend umgebaut. Sehenswert sind zwei kunstvoll im Stil der Renaissance gestaltete Flachreliefs aus Sandstein, die …
Culm wirbt seit einigen Jahren damit, die “Stadt der Verliebten” zu sein und begeht den Valentinstag (14. Februar) mit einem besonderen Veranstaltungsprogramm. Wie kommt es dazu? Seit mehreren Jahrhunderten befindet sich in der Pfarrkirche St. Marien eine Reliquie des heiligen Valentin. Es handelt sich um ein Schädelfragment, das in einem achteckigen Reliquiar aus Silber aufbewahrt wird. Ungewiss ist, woher diese Reliquie stammt und wie lange sie sich schon in Culm befindet. Dokumentiert ist jedoch die Entstehung der …
Die Neue Promenade (poln. Nowe Planty) genannte Parkanlage entstand in den Jahren 1834-1835 während der Amtszeit von Bürgermeister Lauterbach nördlich des Graudenzer Tores an der Stelle eines Grabens, der der Stadtmauer vorgelagert war und mit ihr in früheren Zeiten ein Verteidigungssystem bildete. Eine besondere Zierde bildete eine noch während der Amtszeit Lauterbachs …
Am 11. November 2007, dem polnischen Unabhängigkeitstag, wurde im Dr.-Rydygier-Park des Gedächtnisses und der Toleranz südlich des Graudenzer Tores ein Denkmal enthüllt, das auf Initiative von 1982/1983 in einem Internierungslager auf der Nonnenkämpe (Kępa Panieńska) bei Chełmno (Culm) festgehaltenen ehemaligen Oppositionellen, die der Gewerkschaft Solidarität (Solidarność) angehörten, geschaffen wurde. Das Denkmal soll …
Das ursprünglich als Garnisionslazarett genutzte Gebäude an der Parkstraße (ul. Parkowa) wurde in den Jahren 1906/1907 auf einem 8001 qm großen Grundstück vom Culmer Unternehmen Meseck und Schultze errichtet und der preußischen Armee verpachtet. Auch nach Wiedererstehung des polnischen Staates diente das prächtige Objekt, das seinerzeit am Stadtrand lag, noch kurze Zeit lang der Krankenpflege. Ab 1922 betrieb dann …
23. Dezember 2007 – 23:02
Das am 2. November 1925 geschaffene Grab des unbekannten Soldaten befindet sich zwischen dem Gebäude der Stadtverwaltung und einer Parkanlage. An ihm finden an staatlichen Feiertagen offizielle Veranstaltungen statt.
Mit seiner Einrichtung, fünf Jahre nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens, wollte man in Culm ein besonderes patriotisches Zeichen setzen. Dieser Ort eignete sich dafür besonders gut, denn von 1890 bis 1920 stand an dieser Stelle ein Denkmal des deutschen Kaisers …
Das Rathaus auf dem Markt entstand in den Jahren 1567-1572 im Stil der polnisch-italienischen Renaissance durch einen Umbau eines gotischen Vorgängerbaus aus dem 13. Jahrhundert. Die Attika wurde reich mit weichen Formen verziert, die einen Halbdunkeleffekt hervorrufen. In den Jahren 1885-1887 wurden in der Attika Fensteröffnungen geschaffen, wodurch ein zusätzliches Stockwerk gewonnen wurde. Der Turm mit der Uhr wurde in den Jahren 1589-1595 errichtet. An der Westwand ist …
Hierbei handelt es sich um ein Stadttor aus dem 14. Jh., das auch “Grubener Tor” oder im Polnischen “Törchen” genannt wurde. Um das Jahr 1620 wurde an dieses eine der Leidenden Mutter Gottes gewidmete Kapelle in Stile der niederländischen Renaissance angebaut. An der Ostwand befindet sich in einer Nische eine Pieta, im Inneren der Kapelle hingegen ein barocker Messtisch. Eine Pieta aus dem 15. Jh. steht auf dem Altar. Ebenso befindet sich …
Mit dem Bau der der heiligen Mutter Gottes geweihten Pfarrkirche wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begonnen. Abgeschlossen wurde er im Jahre 1331. Die dreischiffige Hallenkirche im gotischen Stil verfügt über zwei Türme und reich verzierte Fassaden. Die Kreuz-Rippen-Gewölbe wurden mit Bildhauereien aus dem 14. Jahrhundert ausgeschmückt. Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde an das Südschiff die Fronleichnamskapelle und im Jahre 1560 eine der Leidenden Mutter Gottes von Culm geweihte …
Kurt Schumacher wurde 1895 im damals preußischen Culm an der Weichsel (poln. Chelmno nad Wisla) geboren. Hier verbrachte er seine Jugend, bevor er sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Kriegsfreiwilliger meldete und schwer verwundet wurde. Während seines Besuchs des traditionsreichen Culmer Gymnasiums schloss er eine enge Freundschaft mit seinem polnischen Mitschüler Franciszek Raszeja. Nach Studium und Promotion arbeitete …
Bis heute ist der Komplex mittelalterlicher Wehrmauern mit einer Länge von ungefähr 2270 Metern in einem fast unberührten Zustand erhalten geblieben. Die Wehrmauern aus Ziegelsteinen entstanden im 13. und 14. Jahrhundert an der Stelle ursprünglicher Holz- und Erdbefestigungen. Im Jahre 1563 wurden die bestehenden Mauern mit Erlaubnis des Königs Zygmunt August auf die heutige Höhe erweitert, wobei auch jetzt noch …
Das am 21. Dezember 1984 aufgestellte Ludwik-Rydygier-Denkmal steht in der südöstlich vom Graudenzer Tor gelegenen Parkanlage an der ul. Podmurna.
Gebäude an der Bahnhofsstraße (ulica Dworcowa), in dem sich die Privatklinik Ludwik Rydygiers befand. In dieser führte Doktor Rydygier die weltweit erste Gastroduodenostomie bei einem Patienten mit Tumor aus. Ein weiterer Erfolg Rydygiers …
Östlich des Graudenzer Tors steht an der ul. Dworcowa (Bahnhofstraße) ein Gebäude, das als Kreishaus konzipiert worden war und das 1911 die Kreisverwaltung bezog, die zuvor in der ul. Franciszkanska (Franziskanerstraße) untergebracht war. Früher befand sich an dieser Stelle das Restaurant Martin Seidlers, das vor allem deutschen Vereinen und Organisationen als Veranstaltungsort diente. Heute ist in dem …