17. November 2008 – 11:24
Kurt Schumacher wurde 1895 im damals preußischen Culm an der Weichsel (poln. Chelmno nad Wisla) geboren. Hier verbrachte er seine Jugend, bevor er sich bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs als Kriegsfreiwilliger meldete und schwer verwundet wurde. Während seines Besuchs des traditionsreichen Culmer Gymnasiums schloss er eine enge Freundschaft mit seinem polnischen Mitschüler Franciszek Raszeja. Nach Studium und Promotion arbeitete …
Der Wiedererlangung der staatlichen Unabhängigkeit im Jahr 1918 wird in Polen am 11. November, einem gesetzlichen Feiertag, gedacht. An dieses Ereignis vor nunmehr 90 Jahren erinnert in Chełmno (Culm) ein Unabhängigkeitsdenkmal, das vor genau zehn Jahren errichtet worden ist. Es liegt weit weg von anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt unmittelbar an der verkehrsreichen Landesstraße Nr. 1 nördlich des Betriebsgeländes der Polstermöbelfabrik Helvetia. Das Denkmal wird gebildet von einer 135 cm hohen und 80 cm breiten Bronzetafel, die an einer …
Das am 2. November 1925 geschaffene Grab des unbekannten Soldaten befindet sich zwischen dem Gebäude der Stadtverwaltung und einer Parkanlage. An ihm finden an staatlichen Feiertagen offizielle Veranstaltungen statt.
Mit seiner Einrichtung, fünf Jahre nach Wiedererlangung der Unabhängigkeit Polens, wollte man in Culm ein besonderes patriotisches Zeichen setzen. Dieser Ort eignete sich dafür besonders gut, denn von 1890 bis 1920 stand an dieser Stelle ein Denkmal des deutschen Kaisers …
Bis ins frühe 19. Jahrhundert wurden Verstorbene in Culm (Chełmno) in oder unmittelbar neben Kirchen beigesetzt. Innerhalb der Stadtmauern gab es unter anderem Friedhöfe an der Franziskanerkirche, der Dominikanerkirche, der Klosterkirche und der Marienkirche. Außerhalb der Wehrmauer erfolgten Bestattungen an der heute nicht mehr vorhandenen Georgskapelle …
28. September 2008 – 16:06
Einen Ort von besonderer religiöser Bedeutung bildet in Culm eine Kapelle mit Brunnen, die rund 50 m nördlich des Graudenzer Tors gelegen ist. Die Entstehung der rund zwölf Quadratmeter großen Kapelle ist auf eine bereits im 14. Jahrhundert bekannte Legende zurückzuführen, die hier mit den Worten eines deutschsprachigen Autors …
Der berühmte Regisseur Andrzej Wajda hat in seinem jüngsten Film Katyń ein Ereignis und seine Nachwirkungen verarbeitet, das sich tief ins Bewusstsein der polnischen Gesellschaft eingebrannt hat. Mit einem geheimen Zusatzprotokoll zum später als Hitler-Stalin-Pakt bezeichneten Nichtangriffsvertrag vom 23. August 1939 hatten das Dritte Reich und die Sowjetunion ihre Interessensphären in Polen abgesteckt. Nach dem Überfall Deutschlands auf Polen am 1. September 1939 und dem für die polnische Bevölkerung überraschenden Einrücken der Sowjetarmee am 17. September 1939 in Ostpolen wurde diese vierte Teilung Polens …
Das auf den ersten Blick unscheinbare Eckhaus am nördlichen Ende der Ostseite des Markts (Ecke ul. Rycerska) entstand im 13. Jahrhundert, wurde im 14. Jahrhundert erweitert und schließlich 1570 von Melchior Cywiński grundlegend umgebaut. Sehenswert sind zwei kunstvoll im Stil der Renaissance gestaltete Flachreliefs aus Sandstein, die …
Culm wirbt seit einigen Jahren damit, die “Stadt der Verliebten” zu sein und begeht den Valentinstag (14. Februar) mit einem besonderen Veranstaltungsprogramm. Wie kommt es dazu? Seit mehreren Jahrhunderten befindet sich in der Pfarrkirche St. Marien eine Reliquie des heiligen Valentin. Es handelt sich um ein Schädelfragment, das in einem achteckigen Reliquiar aus Silber aufbewahrt wird. Ungewiss ist, woher diese Reliquie stammt und wie lange sie sich schon in Culm befindet. Dokumentiert ist jedoch die Entstehung der …
Die Neue Promenade (poln. Nowe Planty) genannte Parkanlage entstand in den Jahren 1834-1835 während der Amtszeit von Bürgermeister Lauterbach nördlich des Graudenzer Tores an der Stelle eines Grabens, der der Stadtmauer vorgelagert war und mit ihr in früheren Zeiten ein Verteidigungssystem bildete. Eine besondere Zierde bildete eine noch während der Amtszeit Lauterbachs …
Am 11. November 2007, dem polnischen Unabhängigkeitstag, wurde im Dr.-Rydygier-Park des Gedächtnisses und der Toleranz südlich des Graudenzer Tores ein Denkmal enthüllt, das auf Initiative von 1982/1983 in einem Internierungslager auf der Nonnenkämpe (Kępa Panieńska) bei Chełmno (Culm) festgehaltenen ehemaligen Oppositionellen, die der Gewerkschaft Solidarität (Solidarność) angehörten, geschaffen wurde. Das Denkmal soll …