
Ein neues Gesicht erhält das in der Vergangenheit sehr unscheinbare Haus ul. Wodna 26 (Ecke ul. Grudziądzka), an dessen Fassade bereits seit Oktober gearbeitet wird. Den Stand der Arbeiten an der der Fußgängerzone zugewandten Seite zeigen diese vorgestern gemachten Fotos.
Über die Fortschritte der Altstadtsanierung, aber auch die eine noch schnellere Verschönerung der Gebäude verhindernden Probleme, hatte ich vor drei Wochen im chelmno.info Nachrichtenblog berichtet.


Zwar kann ich nicht mit statistischen Werten dienen, dennoch meine ich beobachten zu können, dass künstliche Weihnachtsbäume in Polen immer beliebter werden und in vielen Haushalten bereits echte Bäume verdrängt haben. Sie gehören in der Vorweihnachtszeit mittlerweile zum Standardsortiment vieler Supermärkte.
Selbst auf dem Marktplatz von Culm werden jetzt Kunststoff-Christbäume - die meisten rund 220 cm hoch - mit unterschiedlichem “Nadeldesign” angeboten.
Die Händler der Weihnachtsbaumplantagen werden den Markt sicherlich erst wenige Tage vor Heiligabend in Beschlag nehmen.


Ich habe keine Ahnung, ob Mitarbeiter der Stadtverwaltung dem in Sichtweite ihrer Behörde stehenden Ludwik-Rydygier-Denkmal ein Nikolauskostüm verpasst haben oder ob hier jemand ohne behördlichen Segen kreativ am Werke war. Die mich beim Fotografieren heute Vormittag beobachtenden Passanten zumindest fanden die Idee gut.


Jahrhundertelang mussten Reisende die Weichsel bei Chełmno (Culm) mit Booten oder einer Fähre überqueren. Noch heute erkennt man am Flussufer die Zufahrtsstraße zur Fährstelle. In den Wintermonaten wurde, sofern die Eisschicht dick genug war, ein Weg über den Fluss ausgewiesen.
Erst 1945 wurde nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee eine eigentlich als Provisorium gedachte Holzbrücke errichtet, die bis Anfang 1963 Bestand hatte. 18 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde sie schließlich durch die seinerzeit längste Weichselbrücke abgelöst, die die Verkehrsanbindung der Region deutlich verbessert hat.
Der Abbruch der Holzbrücke fiel mit der Endphase des Baus der heute noch vorhandenen und 2007 aufwändig sanierten Brücke zusammen. Der Entwurf wurde von Büros in Warszawa (Warszawskie Biuro Studiów i Projektów Budownictwa Komunikacyjnego) und Zabrze (Przedsiębiorstwo Projektowo-Produkcyjne Konstrukcji Stalowych i Urządzeń Przemysłowych) erstellt.
Mit den Bauarbeiten wurde 1959 begonnen. Ausgeführt wurden sie von einem Brückenbauunternehmen aus Płock (Płockie Przedsiębiorstwo Robót Mostowych) unter der Leitung von Leon Jarząbek, das bis zu 150 Personen für diese Aufgabe einsetzte. Zunächst wurden Zufahrtsstraßen mit einer Länge von 4300 m geschaffen, die an den Brückenköpfen 12 m breite Aufschüttungen erforderlich machten. Die neue Brücke selbst hat eine Länge von 1062 m. Sie besitzt eine neun Meter breite Fahrbahn sowie an beiden Seiten Fußwege mit einer Breite von zwei Metern. Sie wurde am 22. Juli 1963 offiziell eröffnet.
Quelle:
Anna Grzeszna-Kozikowska, Jubileusz chełmińskiego mostu, Czas Chełmna 28.11.2008, S. 6
27. November 2008 – 18:18

Wohngebäude an der Südseite der ul. Parkowa (Parkstraße) in Culm
25. November 2008 – 13:26

Seit dem Wochenende ist Winter. Auch heute hat es fast den ganzen Vormittag lang geschneit. Das Foto entstand vor zwei Stunden an der Zufahrtsstraße zum Stadtteil Osiedle Skłodowskiej-Curie.
25. November 2008 – 07:13

Panorama der Altstadt von Culm, fotografiert im Mai 2008 von Süden
Autor des in diesem Beitrag gezeigten Bildmaterials ist Grzegorz Góra, Betreiber der preisgekrönten Website moje-chelmno.pl. Weitere schöne Fotos aus Culm und Umgebung finden Sie auch in seiner neuen Fotogalerie unter ggora.art.pl.
24. November 2008 – 10:06

Die weiße Landschaft vor dem Fenster hat mich dazu veranlasst, mein Fotoarchiv nach winterlichen Motiven durchzusehen. Dabei habe ich diese Fotos vom 15. Januar 2006 gefunden. Sie zeigen die Weichsel an der einstigen Fährstelle bei Culm.

23. November 2008 – 10:20

Unter der Adresse ul. Dworcowa 23 findet man das Hotel Centralny (Central-Hotel). 1877 plante man an dieser Stelle ein eingeschossiges Gebäude, das bis zur Jahrhundertwende auch errichtet wurde. 1904 erhielt das Hotel ein Obergeschoss und gemäß in den Jahren 1909-1914 angefertigten Entwürfen noch ein weiteres Geschoss. Zu dieser Zeit entstand wahrscheinlich auch die gegenwärtige Fassade. Der Innenbereich des Hotels wurde mehrfach umgestaltet. So war das heutige Restaurant während der Besatzungszeit (in diesen Jahren “Bahnhofshotel” genannt) in eine Weinstube und ein Restaurant unterteilt. In den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde neben und hinter dem Hotel Centralny das Kino “Rondo” gebaut.
Quelle: Angaben auf der Website des Hotels
22. November 2008 – 08:06

Das Haus ul. Młyńska 3 ist im vergangenen Jahr umfassend renoviert worden.