
… fotografiert vom Turm der Marienkirche am 22. Mai 2009

Altar der Jakobus- und Nikolauskirche (ehemalige Franziskanerkirche) am 22. Mai 2009

Vom Kirchturm der Marienkirche aus können Sie einen Blick auf die Altstadt von Culm und die weitere Umgebung werfen. Die rundum begehbare Aussichtsterrasse erreicht man über eine lange Steintreppe und mehrere Holzstiegen. Möglich ist dies montags bis samstags von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 13.30 bis 17.00 Uhr, es sei denn, es findet gerade ein Gottesdienst statt. Den Eintritt bezahlt man unmittelbar am Zugang zur Turmtreppe.


… ist es seit einigen Tagen, um in den Anfang Mai eingerichteten Biergärten auf dem Markt Platz zu nehmen. Der Sonnenschein täuscht. Der Wind ist eisig und wirklich ungemütlich.

In diesem - wegen der großen Bäume entlang der anliegenden Straßen schwer zu fotografierenden - Backsteingebäude befindet sich seit 1997 die Staatliche Musikschule in Culm (Chełmno). Unmittelbar daneben liegt das Polizeikommissariat (ul. Świętojerska 5), auf der anderen Seite das Arbeitsamt (ul. Świętojerska 1).
Während der Zwischenkriegsjahre und wohl auch während des Zweiten Weltkriegs (vorübergehend von den NS-Besatzungsbehörden beschlagnahmt) wurde das Gebäude von der protestantischen Kirchengemeinde, der überwiegend deutschstämmige Einwohner angehörten, als “Evangelisches Vereinshaus” genutzt. Gerhard Tietze, von Dezember 1935 bis Januar 1945 letzter Pastor der Kirchengemeinde, erinnert sich in seinem Beitrag Die letzten Jahre der evangelischen Kirchengemeinden Kulms (in: Henatsch Horand (Hrsg.): Kulm an der Weichsel. Stadt und Land im Wechsel der Geschichte 1232-1982, Bremervörde 1982, S. 210):
Die Kulmer Gemeinde besaß in der Nähe des Bahnhofs ein respektables Gebäude, das sogenannte “Ev. Vereinshaus”, von dem Pächterehepaar Fiebig musterhaft geleitet. Hier fanden sich der Männergesangsverein, der Kirchenchor und sonstige Gäste ein. Im ersten Stock gab es Hotelzimmer, im 2. Stock die sogenannte Wanderherberge, wo sich zu meiner Zeit alte Menschen zur Pflege eingemietet hatten. Der Saalbau war nur wenige Jahre alt, faßte etwa 400 Plätze und hatte eine geräumige Bühne.

Da der heutige Verfassungstag auf einen Sonntag entfällt, nimmt man den besonderen Charakter dieses Tages vielleicht nicht so sehr wahr wie in anderen Jahren, aber das ganze Land ist wieder mit vielen rot-weißen Fahnen geschmückt.
Bei einem kurzen Zwischenstopp in Briesen (Wąbrzeźno), 40 km von Culm (Chełmno) entfernt, habe ich heute Nachmittag das Denkmal auf dem Markt fotografiert, an dem Kränze niedergelegt worden sind.

Im Gebäude ul. Dworcowa 5 (westlichster Abschnitt der früheren Bahnhofstraße) befindet sich heute die Genossenschaftsbank (Bank Spółdzielczy).

An der ul. Dworcowa 13 befindet sich seit Jahrzehnten ein Kindergarten. Gegenwärtig trägt er den Namen der bekannten Kinderbuchfigur Pinocchio, also auf Polnisch Pinokio.

Die schöne Fassade des Hauses ul. Grudziądzka 25 verliert leider im Erdgeschoss durch den Einsatz nicht aufeinander abgestimmter Außenwerbung etwas an Glanz.
Dieses Gebäude bildet leider keinen Einzelfall. Offensichtlich fehlt es in der Altstadt an verbindlichen Richtlinien, die für eine dem historischen Charakter dieses Stadtteils angemessene Verwendung von Werbeträgern sorgen würden.


Nicht gerade eine Bereicherung für das Stadtbild stellen schon vor einigen Wochen in der ganzen Stadt aufgestellte Pinnwände dar, an denen man amtliche Bekanntmachungen zur Europawahl findet. Zur Zeit wird nur ein kleiner Teil der Fläche genutzt, aber das wird sich sicherlich ändern, je näher der Wahltag rückt.
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Pinnwände auch von den Parteien genutzt werden dürfen. Vor den letzten Parlamentswahlen stellte wildes Plakatieren ein gewisses Problem dar.
